Götterfunken - die Lauschfrequenz für europapolitische Ohren

Götterfunken - die Lauschfrequenz für europapolitische Ohren

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00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode.

00:00:04: Europa erklärt hier bei eurem Lieblings-Podcast natürlich Götterfunken, die Lauschfrequenz für europapolitische Ohren in alter Besetzung.

00:00:12: Ich glaube ihr habt uns vermisst... ich hoffe doch ja!

00:00:15: Ja natürlich wenn nicht dann wäre es schlecht.

00:00:17: also ich bitte euch natürlich habt ihr uns vermisst.

00:00:21: Die heutige Folge ist tatsächlich eine Fortsetzung einer alten Episode.

00:00:25: Ihr könnt euch bestimmt daran erinnern weil ihr hört natürlich alle Folgen.

00:00:29: Vor ein paar Wochen haben wir über einen Drogenreport aus dem vergangenen Jahr gesprochen, bei dem auch das Abwasser verschiedener europäischer Städte auf Restbestände verschiedene Drogen getestet wurde.

00:00:40: Und dabei haben wir halt einmal geschaut, welche Drogen denn eigentlich in Europa so konsumiert werden und vor allem wo.

00:00:46: Was man da so im Abwasser alles gefunden hat.

00:00:49: Außerdem haben wir uns mal die am häufigst konsumierten Drogen ein bisschen genauer angesehen und das mal ein bisschen eingeordnet mit ihrem Suchpotenzial und auch den gesundheitlichen Folgen befasst.

00:01:00: Und heute bauen wir sozusagen darauf auf und schauen einmal weiter, und zwar auf die Ebene der EU-Politik beim Thema Drogen.

00:01:07: Also was gibt es da bereits an Gesetzen?

00:01:09: Welche Debatten werden geführt und wie geht die Europäische Union generell mit diesem Thema eigentlich um?

00:01:15: Das war auch die Folge noch mit Annika, mit unserer Praktikante, liebe Grüße!

00:01:18: Liebe Grüße an dieser Stelle.

00:01:20: Und das war auch eine Folge wo ich so ein bisschen vom Glauben gefallen bin... Weil Rostock teilweise auch nicht selten vertreten war in der Liste, das fand ich sehr erschreckend.

00:01:30: Aber ja weiter im Thema.

00:01:32: wir starten einmal mit der Grundidee die sich hinter dieser EU-Drogenpolitik verbirgt.

00:01:37: Die EU verfolgt hierbei nämlich seit Jahren einen sogenannten balancierten Ansatz.

00:01:41: Das heißt konkret, dass es einfach darum geht das Angebot an Drogen zu reduzieren.

00:01:46: Also letztlich den Drogenhandel zu bekämpfen.

00:01:49: Außerdem soll die Nachfrage ihm nach Drogen sinken in dem viel auf Präventionsarbeit und auch auf Therapieangebote gesetzt wird.

00:01:55: Ja und der dritte Part für diesen hier balancierten Ansatz ist dann noch Schäden auch zu reduziern.

00:02:01: also das bezieht sich dann eben auch auf die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in Europa welchen natürlich geschützt werden sollen.

00:02:08: Also zusammengefasst Sicherheit plus Gesundheit, plus soziale Stabilität gleichzeitig.

00:02:13: Das sind so diese drei Säulen Und wichtig bei solch einer Gleichung ist es natürlich, sich auch mit Zahlen und Statistiken auseinanderzusetzen.

00:02:21: Wie schon erwähnt hört dazu auch gerne nochmal unsere erste Folge.

00:02:25: Genau da haben wir das ja eben besprochen.

00:02:27: die verlinken wir euch noch mal in den Show notes.

00:02:29: Aber natürlich geht es bei diesem ganzen Thema auch um Menschenrechte, die man im Blick haben muss.

00:02:34: Natürlich geht's auch darum die Gedanken der europäischen Gemeinschaft irgendwie aufrecht zu erhalten.

00:02:40: Das bedeutet dass man da eben auch zusammen arbeitet weil Drogen- und Drogenhandel gehört ja nicht an Ländergrenzen auf, sondern dass es eben ein großes Thema bei dem man eben am Strang ziehen muss.

00:02:50: Ja ich weiß auch nicht warum passend dazu oder nicht passend dazu.

00:02:53: Ich habe früher immer Narkos gesuchtet und meine Bachelorarbeit hat sich jetzt auch so bisschen auf europäischer Ebene aber auch so ein bisschen auf dieses Thema bezogen.

00:03:03: Wir bleiben aber natürlich in der EU und die EU selbst befasst sich ja, natürlich auch schon länger mit dem Thema.

00:03:09: Und hatte bereits von twenty-einenzwanzig bis zweitausendfünfundzwanziger auch so eine entsprechende Drogestrategie wo es halt eben um die drei Eben genannten Kernbereiche geht also Angewurzbekämpfung, Nachfragebekäpfung und auch Scharnsminderungen.

00:03:24: Seit Jahrzehnte hat sich der Fokus dann ein bisschen mehr auf das Thema Sicherheit verschoben und diese neue Strategie der EU-Kommission, welche im Jahr zwanzig fünfundzwanzig veröffentlicht wurde, setzt eben ganz neue Schwerpunkte.

00:03:38: Einer davon ist die Zerschlagung krimineller Netzwerke und auch die Stärkung des Kampfes gegen organisierte

00:03:44: Kriminalität.".

00:03:45: Außerdem geht es auch um die Kontrolle von Drogenausgangsstoffen, also die Stoffe aussehen dann später drogen synthetisch hergestellt werden.

00:03:54: Auch ein weiterer Schwerpunkt ist noch die Überwachung der Datenerhebung und natürlich auch die entsprechenden Frühwarnsysteme.

00:04:01: Zusätzlich wird der Fokus auf synthetische Drogen verschoben, da diese als wachsende Bedrohung ein bisschen gesehen und betitelt werden.

00:04:09: Auch geht es um den Ausbau von Hafenkontrollen und internationalen Kooperation mit anderen Staaten.

00:04:14: Der neue Aktionsplan gegen den Drogenhandel ergänzt die Strategie der EU mit konkreten Maßnahmen.

00:04:20: Da zählt zum einen eine bessere Zusammenarbeit rein zwischen Polizei, Zoll- und Justiz aber auch die Zerschlagung von Drogen handelsrouten ist da ein wichtiges Thema.

00:04:32: Der Aktionsplan sieht außerdem vor, neue Substanzen schneller auf dem Schirm zu haben und dann eben auch zu kontrollieren und natürlich auch drogenbezogene Gewalt einzudämmen.

00:04:42: das sind ja alles mehr so Sachen auf dieser Handelsebene und Herstellungsebene.

00:04:47: also wo kommen die Drogen her?

00:04:48: wie werden sie verteilt?

00:04:50: aber wir hatten es schon gesagt auch Gesundheit und vor allem Präventionsarbeit finden natürlich ihren Platz in dem neuen Plan.

00:04:56: Wobei auch immer hast du schon erwähnt, so neue Substanzen schneller auf dem Schirm zu haben und zu kontrollieren ist glaube ich eine Mammutaufgabe.

00:05:04: Also das ist ja so ein schneller Wandel auch und da kommt er immer wieder mehr und hier und da und haste nicht gesehen.

00:05:10: also ich glaube wir können nicht mal alles aufzählen was es

00:05:12: gibt

00:05:14: aber ja trotz halt dessen auch erwähnten stärkeren Fokus eben auf Sicherheit beschäftigt sich die Strategie mit Prävention Therapiemöglichkeiten Aber auch mit einer Wiedereinlederung von Menschen, vor allem der Schutz junger Menschen ist hier sehr wichtig und auch der verbesserte Zugang zu diesem Behandlung.

00:05:33: Man sieht also, dass Drogenabhängigkeit absolut auch ein Gesundheitsthema ist.

00:05:36: Ich glaube das ist auch kein neuer Fakt.

00:05:38: aber diese Pläne die wir jetzt vorgestellt haben stoßen nicht überall auf Anklang.

00:05:43: aus der Zivilgesellschaft gibt es auch durchaus Kritik und der hauptsächliche ja Kritikpunkt den wir jetzt bei der Recherche ausmachen konnten ist ein zu starker Fokus auf das Thema Strafverfolgung und auf der anderen Seite eine Vernachlässigung von Gesundheit und Schadensreduzierung.

00:06:00: Und genau da kommt dann die Initiative My Brain, my Choice entspielt.

00:06:04: Das ist ein Zusammenschluss von über jahr achtzig zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich halt auch sehr mit der Herkunft von Drogen beschäftigt haben und eine differenzierte Bearbeitung des Themas durch die EU-und auch andere Politikebenen fordern.

00:06:18: Zum einen ist so ein bisschen die These, die jetzt von diesem Zusammenschluss irgendwie gebracht wird.

00:06:25: Ist das es zum Beispiel kein sauberes Kokain gibt?

00:06:27: Also da wird's an dieser Beispeldruge Kokain irgendwie festgemacht und da wird halt argumentiert dass Kokain immer Teil eines gewalt geprägten illegalen Marktes ist und der Konsum auch eigentlich immer mit organisierter Kriminalität Gewalt menschlicher Ausbeutung vor allem eben in den Produktionsländern in Lateinamerika einhält geht und gleichzeitig so die Initiative wird oftmals ja so ein bisschen wie eine moralische Schuldzuweisung irgendwie betrieben an den Konsumierenden, welche eben laut den Kritikern zu kurz greife.

00:07:01: Die Kritiker-Kritikerinnen sind da sehr deutlich und sagen, dass der aktuelle Ansatz aus Verboten und Strafverfolgung ineffektiv sei.

00:07:08: Und teilweise sogar auch eher ursächlich für die Gewalt das Schluss endlich ist.

00:07:13: Die Begründung liegt darin, dass ein Verbot eher kriminelle und nicht kontrollierbare Märkte eben stärkt.

00:07:21: Beispielsweise werden auch Ressourcen falsch eingesetzt.

00:07:24: Also zum Beispiel wird eben oftmals gegen Konsumierende ermittelt, statt halt gegen diese Netzwerke und das führt letztendlich dann zu zunehmenden Gewaltspiralen oder Repressionen.

00:07:34: Drogenpolitik – und das hat ja auch die EU zuteilen mit ihrer neuen Strategie auf jeden Fall mit eingebunden – ist einfach eine Menschenrechtsfrage.

00:07:42: Das ist ja schon ein bisschen angeklungen mit diesen Gewaltsspiralen und auch den Lebensbedingungen und Arbeitsbedingung von Menschen, die sowas herstellen müssen.

00:07:50: Durch sehr strikte Drogengesetze kann es eben zu Jahrmassen-Inhaftierungen kommen, was oft mit einem hohen Grad an Militarisierung auch einhergeht.

00:07:59: Da ist natürlich so'n bisschen die Frage wen trifft denn diese Gewalt dann in den produzierenden Ländern?

00:08:04: Also sind das wirklich die richtigen Leute, die da inhaftiert werden bzw.

00:08:10: jetzt auf europäischer Ebene wen trifst das hier?

00:08:12: Das sind dann eben oft die Konsumentinnen und das sind statistisch gesehen vor allem oft die Armenbevölkerung oder auch marginalisierte Gruppen.

00:08:22: Da stellt sich die Frage, muss da noch mal nachgeschärft werden bei dem Thema Strafverfolgung?

00:08:27: Und wen will man da eigentlich erwischen?

00:08:29: Vor allem kurz dazu gesagt, diese armen Bevölkerungsgruppen, die es schlussendlich trifft ... Das sind die, die das aus einer Not herausmachen müssen.

00:08:39: Es ist ein ganz großes Ding oder Thema in den Lateinamerikanischen Ländern.

00:08:43: Aber hier natürlich auch.

00:08:45: Die ärmeren Bevölkerungsgrupper die es am Ende am meisten trifft, sind aber auch die, die meistens gar keine andere Wahl mehr hatten aus anderen Gründen.

00:08:56: Das ist wahrscheinlich nochmal eine extra Podcast-Folge wert.

00:08:58: Aber natürlich stellt sich da diese große politische Frage.

00:09:03: Hilft eine Legalisierung von Drogen und die Regulierung der Märkte um diese Gewaltspiralen?

00:09:08: Um Drogenherstellung oder Handel überhaupt einzudämmen?

00:09:12: Auch die Endstigmatisierung von Konsumierenden ist ein immer wieder aufkommendes Thema, was ja auch eben oft mit diesem Konsument in den Schutz einhergeht.

00:09:20: Den die Europäische Union in ihrer Drogenstrategie vorsieht.

00:09:24: Genau also auch das sieht man wird bearbeitet es halt muss ich die nächsten Jahre halt rausstellen ob das so der richtige Weg ist wie es halt formuliert wird.

00:09:31: Also es lässt sich zusammengefasst erstmal sagen, dass die offizielle EU-Linie eine Balance aus Sicherheit und Gesundheit fördern möchte.

00:09:41: Aber auch einen stärkeren Fokus eben auf Kriminalitätsbekämpfung legt.

00:09:46: Die zivilgesellschaftliche Kritik daran sagt, dass genau dieser Ansatz das eigentliche Problem verstärkt und fordern daher eine radikalere Reform statt nur eben feine Justierungen.

00:09:58: Als eine Frage zum Beispiel wenn es kein in Anführungsstrichen sauberes Kokain gibt liegt das Problem dann wirklich bei den Konsumierenden oder halt eher bei der Politik dahinter.

00:10:07: Ein Punkt dazu ist, dass die Nachfrage ja überhaupt erst den Markt antreibt.

00:10:11: Also jede Linie Kokain finanziert indirekt Kartelle, Gewalt und auch Ausbeutung.

00:10:17: Und außerdem sind die Risiken von Drogenkonsum bekannt Dass sie nicht nur gesundheitlich irgendwie schädlich sind sondern halt eben auch auf der Ebene der Gewalt in den Produktionsländern eine ganz riesige Rolle spielt.

00:10:29: Der zweite Teil ist da ein bisschen die Frage nach der Verantwortung auch der Politik.

00:10:34: Illegalität von Drogenschaft erstmal keine Regulierung.

00:10:37: In der Folge entsteht Gewalt durch illegale Marktstrukturen, die halt gar nicht mehr kontrollierbar sind und vor allem gibt es auch keine Qualitätskontrollen.

00:10:43: Da haben wir in der letzten Folge auch schon ein bisschen darüber geredet, gibt ja auch in Deutschland so Ansätze dass man seine Drogen testen lassen kann.

00:10:49: das ist jetzt wieder beim Konsumenten-Konsumierenden angesehen.

00:10:52: Auch da gibt es Pro und Kontra Argumente...

00:10:55: Wir hatten sie auch einmal kurz in der Folge schon mal angesprochen also thematisiert.

00:11:00: ob das jetzt pro Contra und so.

00:11:02: Also, bringen da eben diese liberaleren Qualitätskontrollen was oder sollte man's einfach verbieten?

00:11:07: Trotz ja auch seit Jahrzehnten bestehender Strafvorfolgung und auch Kriminalitätsverfolgung steigt dennoch die Verfügbarkeit von Drogen.

00:11:15: Und eben auch der Konsum ... Das sieht man in diesen Statistiken, auch die wir uns in der letzten Folge

00:11:19: angepasst haben.

00:11:20: Man hat deutlich gesehen also hört er wirklich gerne noch mal rein!

00:11:23: Die kriminellen Märkte wachsen letztlich trotz Regulierungen weiter und das macht halt dann eben auch so ein bisschen die Frage auf wie sinnvoll ist an dieser Linie die jetzt seit Jahrzehnten in einer ähnlichen Form gefahren wird oder wann muss Veränderung her?

00:11:37: Die Gesundheit der Menschen war auch schon mehrmals Thema.

00:11:40: Auch da gibt es ja in der EU-Drogensstrategie den Fokus auf Prävention, Therapie und auch Schadensminderungen, der wichtig ist aber der muss laut Kritiker immer noch weiter ausgebaut werden.

00:11:54: Ein weiteres Problem ist auch, dass die EU oder auch Deutschland nur begrenzt so legislativen Einfluss auf globale Drogenmärkte hat mit ihren Gesetzen.

00:12:04: Genau also mit irgendwelchen Abkommen und Gesetzen, die bei uns vor Ort greifen können halt nur schlecht Drogenkartelle in Lateinamerika bekämpft werden.

00:12:11: logischerweise da kommt man auch zu einem weiteren sehr großen und komplexen Problem bei der ganzen Thematik.

00:12:17: Die Hauptlast des globalen Drogenproblems tragen vor allem Länder des Globalen Südens eigentlich Großteils im globalen Norden getätigt.

00:12:27: Also hat man hier auch wieder einfach ein sehr krasses Gefälle eben zwischen globalem Norden, globalem Süden und die Verantwortung liegt demnach eigentlich ja viel mehr auf der Ebene von internationalen Machtstrukturen.

00:12:40: Ja spannend ist dabei natürlich auch die Frage wie Drogen überhaupt nach Europa kommen gelangen über so einen hoch komplexes Geflecht aus See Luft- und auch Landwegen nach Europa Und dabei nutzen kriminelle Netzwerke sowohl legaler Handelswegel als auch spezialisierte Schmuggelmethoden.

00:12:56: Eintransportweg, du hattest das gerade gesagt ist der Seeweg und dass es eigentlich auch so mit der bedeutendste Weg vor allem für Drogen wie Kokain.

00:13:04: Das eben vornehmlich aus Südamerika stammt und die Droge wird dann oft in Schiffscontainern mit anderen legalen Waren häufig Bananen zum Beispiel oder ja Ananas gibt's im Plurin?

00:13:17: Richtig!

00:13:18: Vor einigen Tagen gab es auch ich weiß nicht ob du das gelesen hast wurde, ich will jetzt auch nicht falsch sagen.

00:13:25: Das ist ein bisschen gefährliches Halbwissen aber auf jeden Fall so einen Lkw.

00:13:29: der hatte dann Skimps das ist diese unterwäsche Marke von Kim Kardashian wo dann die Drogen versteckt waren.

00:13:35: also glaube ich tonnenweise.

00:13:37: ja

00:13:38: genau schmucklern nutzten dann einfach diese legalen Wagen sind es jetzt solche Modeprodukte.

00:13:43: aber halt vor allem auch Gemüse und Obst Lieferungen Und nutzen halt auch den Zeitdruck, vor allem eben bei verdäblichen Gütern aus.

00:13:52: Weil dadurch ganz oft Grenzkontrollen einfach kürzer gehalten werden weil eben so eine Packung Bananen dann natürlich irgendwann schimmelt und schlecht wird.

00:13:59: Deswegen gibt es dabei den Lieferketten andere Regelungen als jetzt bei nicht-verderblichen Produkten.

00:14:04: Genau das wird an der Stelle oft ausgenutzt!

00:14:06: Ich weiß nicht ob von unseren Zuhörerinnen die Leute die Serie Euphoria kennen.

00:14:12: Da gibt's gerade ne dritte Staffel bzw ist sie jetzt grade zu Ende gegangen?

00:14:17: In den ersten Folgen ist da der Schmuggel auch sehr großes Thema.

00:14:21: Ist nichts Neues, glaube ich für niemanden von uns aber es trotzdem noch mal unschön irgendwie zu sehen.

00:14:25: Ich erspare uns jetzt mal die Details.

00:14:28: Auf jeden Fall.

00:14:29: diese Nordsee-Häfen also Antwerpen Rotterdam und auch Hamburg haben diese traditionellen Einfallstore wie wir sie in Spanien und Portugal hatten als wichtigste Portrischalme auch abgelöst.

00:14:42: Auch der Landweg ist sehr beliebt, um Drogen zu transportieren.

00:14:45: Vor allem passiert das über den Balkan.

00:14:48: Das ist eine sehr hochfränkquätierte Route.

00:14:51: da geht es vor allem um Heroin aus Afghanistan was primär über die Türkei und die Balkans starten nach Westeuropa dann eben transportiert wird

00:15:00: Und kleinere Mengen werden auch häufig per Luftfracht oder durch Kurierpersonen, sogenannte Bodypacker transportiert eingeschmuggelt.

00:15:09: Die dann die Päckchen im Körper transportieren.

00:15:11: passend dazu wie gesagt ne?

00:15:13: Die ersten paar Folgen von Euphoria.

00:15:16: In Europa gilt vor allem Albanien als zentraler Knotenpunkt für den internationalen Drogenschmuggel nach Europa.

00:15:23: Das Land hat sich von einem primären Produzenten, vor allem für Cannabis zu einem mächtigen Akteur im globalen Kokain und auch Heroinhandel entwickelt.

00:15:32: Albanische Clans kontrollieren mittlerweile auch weite Teile der Lieferkette von Südamerika bis nach Europa und arbeiten dabei direkt mit Kartellen wie dem kolumbianischen Klaren del Golfo zusammen.

00:15:44: Schätzungszufolge ist das Balkan-Kartell für etwa ein Drittel der Kokainstufo in die EU verantwortlich!

00:15:50: Die Clan sind oftmals hochprofessionell organisiert, sie sind international vernetzt und nutzen auch modernste tatsächlich Kryptokommunikation.

00:15:59: Also da ist jetzt nicht klassisch wie man sich das in so ein Mafia-Film vielleicht vorstellen, so ein dickes Bündelgeld im Umlauf was dann irgendwie ausgetauscht wird sondern da geht es eben ganz viel mittlerweile um Kryptowährungen Genau.

00:16:11: Und außerdem sind die Kartelle dafür bekannt, ihre Skrupulosigkeit durchzusetzen gegenüber Rivalen und investigative Berichte und Quellen wie zum Beispiel Arte weisen darauf hin dass die Macht der Drogenbarone bis in politische und auch wirtschaftliche Kreise Albaniens und anderer Staaten reichen kann was natürlich den Kampf gegen die Kriminalität weiter erschwert.

00:16:33: Du bist ja jetzt gerade hier in Rostock im Master.

00:16:36: Ja, und da habt ihr auch Lateinamerika.

00:16:38: Das ist korrekt!

00:16:38: Habt ihr schon das Thema?

00:16:39: Ich hatte das ja auch, das Seminar.

00:16:42: Und ne, seid ihr noch nicht so weit, werdet ihr noch kriegen.

00:16:46: Gerade auch in Latein Amerika.

00:16:47: also die sind überall wirklich skrupellos.

00:16:51: Das war mir vorher auch schon bewusst.

00:16:53: Das waren wir auch schon unverschön bewusst aber da ist es irgendwie nochmal mehr bewusster geworden.

00:16:58: Ja, würdest du noch kriegen in deinem Seminar.

00:17:00: Aber das hast du jetzt schon, oder?

00:17:02: Ja, aber da

00:17:03: sprechen wir vielleicht nochmal drüber.

00:17:06: Weiter im Thema.

00:17:07: also diese Gewinne aus dem Drogenhandel werden auch häufig über komplexe Firmen geflächte und Bauprojekte in Europa gewaschen haben wir alle irgendwie schon mal von gehört.

00:17:16: irgendwie ein Dienst dafür ist immer nur wenn man mit Bargeld zahlen kann Ist immer ein bisschen komisch, aber um halt eben diesen Schmuggel auch einzudämmen kooperiert.

00:17:26: Jetzt beispielsweise die albanische Polizei eng mit europäischen Behörden wie der italienischen Guardia di Finanza und ihr habt trotzdem zahlreicher Festnahmen und auch Beschlagnahmung bleibt diese Bekämpfung der organisierten Kriminalität eine der größten Hürden tatsächlich für den angestrebten EU-Beitritt des Landes.

00:17:43: also Albanien ist Beitrittskandidat haben auch diesem Beitrittskandidatenstatus schon etwas länger.

00:17:49: Aber da zählen halt diese Kopenhagen der Kriterien rein, die irgendwie auch erfüllt werden müssen.

00:17:54: Und auch so gibt die EU immer noch mal verschiedene Kriterie vor, wo man sich noch bessern kann.

00:18:00: und ja, solange das noch nicht der Fall ist, kann ein Land nicht beitreten.

00:18:05: Genau!

00:18:06: Das macht es eben vor allem beim Thema Rechtsstaatlichkeit für Albanien sehr schwierig.

00:18:11: Genau, aber wir haben jetzt einmal glaube ich einen ganz umfassenden Überblick über die verschiedenen Ansätze der Drogenpolitik in der EU geredet und uns auch mal die ganze Kritik dazu angesehen.

00:18:22: Das Thema ist wie ihr bestimmt jetzt gemerkt habt sehr komplex und nicht einfach irgendwie zu durchdringen oder auch irgendwie ansatzweise leicht zu beantworten?

00:18:31: Ja also schlussendlich lässt sich da auch sagen dass es ein ja globales Thema ist welches auch weiterhin große Debatten in der Politik auslöst aber auch diese Debatten weiterhin braucht.

00:18:41: Wir hoffen, ihr könnt euch jetzt oder habt ein bisschen besseres Bild über die Ansätze der EU-Drogenpolitik bekommen.

00:18:49: und wie zu Beginn erwähnt hört auch gerne noch mal unseren ersten Teil zum Drogenkonsum in Europa rein.

00:18:55: Da findet ihr alles Wichtige zu den Shownotes.

00:18:58: Genau also die Folge wären weil ich nochmal den ShowNotes verlinke.

00:19:01: Amsonsten seht ihr da auch nochmal die Verlinkung zu unserem Social Media Kanälen und auch weitere Infos, falls wir Veranstaltungen vor Ort haben werden.

00:19:11: Weil ich das da alles reinpacken.

00:19:13: Ansonsten beenden wir die Folge wie gewohnt mit Grüßen.

00:19:18: Auch ein bisschen komisch in dieser Folge jetzt jemand zu grüßen... Ich wollte

00:19:20: gerade mal wissen, dass alle schlinken automatisch so als ... Ne, ist egal.

00:19:23: Ja!

00:19:24: Ich weiß was du meinst.

00:19:26: Aber ich weiss schon wenige Grüße.

00:19:28: Er hat sich beschwert, dass ich es bei der Fußball-Folge vergessen habe.

00:19:30: an dieser Stelle herzliche ganz liebe Grüße an Leo und eure Meisterschaft in der Premier League.

00:19:37: Ich grüße Edin, der wird das nicht hören.

00:19:40: Aber falls dann wäre es richtig

00:19:43: cool?

00:19:44: Dann schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein und bis dahin bleibt aufmerksam!

00:19:49: Wir wünschen euch eine schöne Woche!

00:19:51: Bis dahin, ciao!

Über diesen Podcast

Mit unserem Podcast „Götterfunken“ bekommst Du die Lauschfrequenz für europapolitische Ohren. Neu haben wir unser Format „Europa erklärt“. Hier findest du das nötige Grundwissen für ein gutes Verständnis der europäischen Institutionen und Organe. Alles was es braucht um die Europäische Union besser zu verstehen!
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von und mit Team des EIZ Rostock

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