#107 Valentinstag
In dieser Folge von Götterfunken – der Lauschfrequenz für europapolitische Ohren widmen wir uns einem Thema, das auf den ersten Blick romantisch, auf den zweiten jedoch zutiefst historisch und kulturell geprägt ist: dem Valentinstag und seinen europäischen Wurzeln.
Wir gehen der Frage nach, woher der 14. Februar eigentlich stammt. Zwischen frühchristlichen Märtyrerlegenden, mittelalterlicher Dichtung und höfischer Liebeskultur entfaltet sich eine Geschichte, die weit über Blumensträuße und Pralinenschachteln hinausgeht. Der Valentinstag ist kein bloßer Konsumimport, sondern ein kulturelles Phänomen mit tiefen europäischen Bezügen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Vielfalt Europas: Wie wird der Valentinstag in unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten gefeiert? Während in Italien der „San Valentino“ als Tag der Liebenden begangen wird und Verona zur Pilgerstätte für Romantiker wird, steht in Finnland am „Ystävänpäivä“ die Freundschaft im Vordergrund. In Frankreich gilt der 14. Februar als klassischer Tag für Paare mit ganz eigenen Traditionen und gesellschaftlichen Bedeutungen.
Die Folge zeigt, wie kulturelle Bräuche, historische Entwicklungen und gesellschaftliche Werte ineinandergreifen und wie sich europäische Identität auch in scheinbar privaten Ritualen widerspiegelt. Liebe wird dabei nicht nur als individuelles Gefühl, sondern auch als kulturelle Praxis sichtbar, die sich über Grenzen hinweg entwickelt und verändert.